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Die Grüne Jugend
Bergtrasse (GJB) setzt sich für mehr Autonomie der Länderregierungen ein. "Nur durch Wettbewerb unterschiedlicher Systeme kommen wir zu mehr Effizienz und Effektivität.", so Gregor Simon, wirtschafts- und sozialpolitischer Sprecher der GJB. Wettbewerb, so Simon weiter, sei die Vorrausetzung für Entdeckungsverfahren. Jedes Bundesland könne vom anderen lernen und sei nicht einer einheitlichen, vielleicht ineffizienten Lösung unterworfen. Die Diskussion, dass ein bundesweites Bildungssystem für mehr Qualität sorge, sieht er kritisch: "Gerade die Unterschiede in der Bildungsqualität der Bundesländer haben doch erst klar gemacht, dass eine Verbesserung notwendig sei." Dies könne und müsse auch in anderen Bereichen so geschehen. Einheitliche Lösungen führten immer das Risiko mit sich, dass sie falsch sein könnten.
Simon weist auch
darauf hin, dass diese Lösung auch das Ende der Mischfinanzierung sein müsse und eine konsequente Umsetzung des Konnexitätsprinzips vorraussetze. Das System könne wesentlich einfacher sein, als es heute ist, man müsse nur wollen. Dezentrale Strukturen seien auch ein Zeichen von mehr Bürgernähe. Deshalb wünschte er sich, dass auch auf europäischer Ebene, wo die öknomischen und kulturellen Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten wesentlich größer seien als bei den Bundesländern, dass die Subsidiarität nicht aus den Augen verloren wird. Der wichtige europäische Einigungsprozess dürfe nicht zu einer zentralistischen Einbahnstrasse werden.
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